Taglilien am Heiderand

Auf dieser Seite möchte ich aktuell aus meinem Garten berichten

Donnerstag 3. Juli

Bestes Taglilienwetter wegen der hohen Nachttemperaturen. Bis der Regen einsetzt.

Delta Blues mit sehr schöner Augenfarbe.

Immer schön - Changing Latitudes

Freitag 4. Juli

Surprise Encounter - braucht gute Wetterbedingungen

Ein Smlg 50/05 von Ulrich Kaiser, der dieses Jahr wieder wunderschön blüht. Es ist eine Kreuzung von Myth And Magic mit einem Smlg.

 

Fortunes Dearest - ich glaube, daß ist das erste Mal, daß ich eine gute Blüte zu sehen bekomme. Zähnchen? Die muß man aber sehr genau suchen. Ich habe ja die Hoffnung, daß sie irgendwann besser wird.

Dienstag 8. Juli

Die Blüten von Spacecoast Sea Shells sind sehr ausdrucksstark. Dazu passen kaum andere hems.

Nur nach warmen Nächten so weit geöffnet - Chinese Temple Flower

Lemon Parchment ist da nicht so anspruchsvoll

Myth And Magic

Ein Smlg 22-01-06 von mir aus Desert Icicle. Im letzten Jahr war er stärker gelockt. Ich sollte ihn mal umtopfen.

Mein highlight des heutigen Tages - Pamela Spencer. Nachdem ich die ersten beiden Blüten nur jeweils frühmorgens sehen konnte, war ich heute bei diesem ungünstigen Wetter von der Blüte und ihrem Muster sehr angetan. Andere gemusterte hems haben mehr Probleme. Ich hoffe, daß die inneren Blütenblätter noch etwas flacher öffnen werden. Und ich bin gespannt, ob sich das Muster weiter so gut hält.

Ansonsten bin ich heute früh mit Dictaphone durch den Garten gegangen und habe die hems notiert, die bei 15 Grad schon gut geöffnet waren. Fast alle europäischen Züchtungen waren dabei, viele amerikanische nicht.

Melanie Dickmann war nicht nur frühmorgens gut geöffnet, sondern hat im Laufe des Tages auch heftigem Wind und kräftigen Regenschauern standgehalten.

Auch Enchanted Rainbow war hübsch anzuschauen.

Glass Palace trotzte ebenfalls dem Regen und war morgens flach geöffnet. Später schlagen die Blütenblätter zurück, bei heißem Sommerwetter sehr weit, was mir nicht so gut gefällt.

Mittwoch 9. Juli

Extra Terrestrial - immer etwas extravagant

Ein sehr markanter Rand bei diesem Smlg von Ulrich Kaiser, 57-05, aus Myth And Magic

Donnerstag 17. Juli

Von einigen heißt es schon Abschied zu nehmen - die letzte Blüte von Brooklyn Twist.

Custard Candy - auch bei Regen noch ein erfreulicher Anblick

Mein erster Smlg mit Pünktchen! Frühmorgens bei 14 Grad bereits vollständig geöffnet. Das war das highlight des heutigen Tages.

Am vergangenen Wochenende habe ich am gemeinsamen Jahrestreffen der Fachgruppe Hemerocallis der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V. und Hemerocallis Europa e.V. in Ulm teilgenommen. Die Vorbereitung für meine Gartenabwesenheit und die anschließend nötige Versorgung meines Gartens haben soviel Zeit in Anspruch genommen, daß ich die Einträge hier zunächst vernachlässigen mußte.

Wie in jedem Jahr habe ich das Treffen mit den vielen anderen ‘Taglilienverrückten’ sehr genossen. Wo sonst kann man länger als einen Satz über die geliebten Pflanzen reden als im Kreis von Gleichgesinnten. Ja, man kann mit solchen Gesprächen sogar ein ganzen Wochenende bestreiten ohne sich genervte Blicke zuzuziehen.

Leider hat es das Wetter nicht so gut gemeint mit uns. Die Einladung in den Garten des Fachgruppenleiters Gerd Oellermann, den Mähringer Tagliliengarten, fand noch in brütender Hitze statt. Aber es zogen bereits drohende Wolkentürme auf und der Donner in der Ferne war unüberhörbar. Anschließend schüttete es nur noch, so daß wir bei unserem Abendessen in einem idyllisch gelegenen Gasthof in einem typischen karstigen Tal der schwäbischen Alb an der Lauterquelle, dem Lautertopf, nicht nur rundherum von Wasserarmen umringt waren, sondern bei der anschließenden Taglilienversteigerung auch mit dem Wasser von oben zu kämpfen hatten.

Der Samstag begann wie der Freitag endete, naß, naß, naß. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Taglilienschaugartens im botanischen Garten Ulm, den wir aufgrund des Regens zunächst mit der Besichtigung der Gewächshäuser hinauszögerten. Aber dann gab es kein Halten mehr. Das Beet ist eine serpentinenartig angelegte Rabatte mit attraktiven Begleitpflanzen, die sehr ansprechend aussieht und anders als ich es in meinem Garten wegen der Enge verwirklichen kann, die Integration von Taglilien in eine gemischte Pflanzung vorführt. Ich war erfreut, weil ich viele Pflanzen als gestalterische Elemente vorfand, die ich auch in meinem Garten verwende.

Gräser und Taglilien sind für mich eine gelungene Kombination, die man aber vorsichtig platzieren muß. In meinem Boden explodieren die Gräser nahezu, zumal sie neben Taglilien gepflanzt auch noch von deren Düngung profitieren.

Um die bei Taglilien fehlenden Blautöne in die Beete zu bringen verwende ich ebenfalls Campanula persicifolia, Tradescantien in Blautönen, Ballonblumen (Platycodon) und natürlich Rittersporne.

 Echinops hatte ich mal, wurde mir aber zu platzintensiv, wäre aber eine ideale Pflanze auf meinem Boden.

Sonnenverträgliche Hostas bringen Kontraste in der Blattform. Rotlaubige Pflanzen wie Heucheras, Eupatorium rugosum ‘Chocolate’ und Geranium phaeum ‘Samobor’ finden sich auch bei mir. Als Anregung habe ich mir die Verwendung von Roter Melde mitgenommen, die ich nun auch bei mir versuchen werde.

Und auch die Knautia macedonica könnte für mich eine Alternative für die bei mir gepflanzte nicht winterharte Schokoladenblume, Cosmos atropurpurea sein.

Alchemilla mollis (Frauenmantel) ist auch bei mir eine dankbare Füllstaude und Beetrandpflanze, Coreopsis hatte ich auch mal, wurde aber durch die enge Bepflanzung in meinen Beeten verdrängt.

Sehr ‘in’ ist die Pflanzung von rotlaubigem Breitwegerich (Plantago).

So fand ich in der Pflanzung viele Pflanzen, die ich auch als gute Taglilienbegleiter schätze. Eine komplette Auflistung der Beipflanzung findet sich auf der verlinkten Seite.

BuiltWithNOF

Vom Regen beeinträchtigt war dann auch der folgende Besuch in einem großen Garten mit vielen botanischen Raritäten, die wir aufgrund der Nässe gar nicht würdigen konnten. Auf den engen Wegen, in die das nasse Laub der Bäume und Sträucher ragte, waren Gespräche und Informationen gar nicht möglich.

Dem nächsten Garten, einem kleineren Schattengarten mit vielen Hostas kam die nasse Witterung allerdings zugute. Der mit Wasser vollgesogene Rasen, auf dem fast bei jedem Schritt eine Pfütze zurückblieb, die vor Nässe glänzenden und hängenden Blätter der Hostas, die triefenden Blätter der Bäume und die fast dampfende Luft verliehen dem Garten eine Stimmung die einfach paßte. Dort wäre ich gerne noch länger geblieben.

Als letzte Station an diesem Tag stand der Besuch in der Gärtnerei Gaissmayer auf dem Programm. Wir trafen aufgrund der Verzögerungen durch den Regen leider mit 45-minütiger Verspätung dort ein, was zu einer beträchtlichen Verärgerung beim Chef der Gärtnerei führte, die er uns auch deutlich mitteilte. Es hielt aber viele Mitglieder der Gruppe nicht davon ab, die Gärtnerei am Ende vollbepackt mit Pflanzen zu verlassen.

Auch der Sonntagmorgen empfing uns mit strömendem Dauerregen, so daß die Aussicht, den Sämlingsgarten des Züchters Wolfgang Heuss zu besichtigen, etwas zwiespältig war. Aber diejenigen, die sich entschieden den ca 90 km weiter nördlich gelegenen Garten auf der Rückfahrt zu besuchen, wurden belohnt. Es war zwar auch hier alles klatschnaß, aber zumindest hatte der Regen aufgehört. So lernten wir noch den sehr freundlichen Züchter Heuss kennen, der bereitwillig Wünschen nach Pflanzen aus seinen Sämlingsbeeten nachkam und sofort mit der Schaufel zum Ausgraben zur Stelle war.

Am Ende war es wieder einmal ein sehr befriedigendes Wochenende mit vielen interessanten Gesprächen und neuen Kontakten.

Sonntag 20. Juli

Hier ein Beispiel, wie unterschiedlich die Farben der Blüten einer Sorte ausfallen können. Daher ist die Bestimmung oft auch so schwierig. Oder neu gekaufte hems lassen einen zweifeln, ob man wirklich die richtige erhalten hat.

Spacecoast Starburst, am Mittwoch fotografiert, nach einer 18 Grad warmen Nacht.

Dienstag 29. Juli

Dieses Foto entstand nur 1 Tag später, aber nach einer Nacht in der die Temperatur unter 10 Grad fiel.

Ich sehe zwar mit Trauer jeden Tag letzte Knospen an Blütenstielen, aber jeden Tag habe ich trotzdem noch reichlich Blüten. Nach den warmen Nächten sind auch wieder die vielen verwöhnten amerikanischen Züchtungen ein erfreulicher Anblick, während ich die letzte Woche immer wieder hauptsächlich meine deutschen Züchtungen ins nahe Blickfeld gerückt hatte.

Neu habe ich seit 2 Wochen ‘Oirlicher Schnee’ n.reg., von Günter Waldorf. Wirklich eine Bereicherung bei dem regnerischen und kühlen Wetter, aber heute in der Sonne besonders strahlend.

Heaven’s Rest, ein schönes Auge, auch bei schlechtem Wetter überraschend schön.

Ebenfalls schöne Blüten, unabhängig vom Wetter, Uerdinger Charme von Ulrich Kaiser. Die Schlundfarbe hat es mir besonders angetan.

Die letzte Blüte von Ocean’s Eleven - leider. Sie hat mir viel Freude gemacht.

Ich versuche immer wieder, den metallischen Effekt in der Augenzeichnung zu fotografieren. Pamela Spencer habe ich schon einmal mit einem schönen Batikauge gezeigt. Hier ist die Zeichnung etwas verwischter, aber dafür ist ein breiter silberner Ring vorhanden, der in der Sonne metallisch glänzen würde.

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