Taglilien am Heiderand

Als immer mehr Taglilien in meinen Garten einzogen, begann ich gleichzeitig, nach Pflanzen mit kontrastierendem Laub als Begleitung zu schauen. Hostas weckten schnell mein Interesse, da sie mit ihren runden Blattformen eine gute Ergänzung zum grasartigen Taglilienlaub bilden. Nach den ersten Hostas, die ich in die Beete pflanzte, war auch hier mein Sammlerinstinkt geweckt.

Hostas haben jedoch ganz andere Bodenansprüche und bevorzugen schattigere Beetbereiche als ich sie in meinem Garten bieten kann. Eine wirkliche Begleitpflanzung zu Taglilien sind sie also nicht. So bin ich bald dazu übergegangen, meine Hostas in Töpfen zu halten und schattigere Ecken als Standplatz zu nutzen.

Mit Trockenheit und relativ viel Sonnenlicht müssen die Hostas in meinem Garten trotzdem zurecht kommen.

2004 machte ich noch eine weitere Erfahrung. Am 9. Juni, zur schönsten Hostazeit, traf uns ein sehr heftiges Hagelunwetter. Danach waren die meisten Hostas nur noch ein Haufen Fetzen. Die Schönheit war dahin, und sie mußten für den Rest der Saison mit einem Rest an Blättern auskommen.

Fragrant Bouquet

2005 traf uns am 9. Mai ein Hagelschauer. Nicht so heftig wie im Vorjahr, aber dafür zu einem Zeitpunkt, an dem die Hostas noch nicht voll entwickelt waren und noch zarte Blätter hatten. So schlugen die Hagelkörner so manches Loch in die Blätter. Und – was mir später auffiel – die Hagelkörner hinterließen an den Aufschlagstellen auf den Blättern Frostschäden, die sich später als sternförmige braune Flecken zeigten.

Royal Standard

2006 dann der heiße und trockene Sommer - all das hat dazu beigetragen, daß mein Fundus an Hostafotos nicht so umfangreich ist.

Hosta fortunei albopicta, eine weit verbreitete Hosta, groß. Ein showstopper während des Austriebs, vergrünt im Laufe der Saison.

Hosta Independence, mittelgroß. Glänzend grüne Blätter mit weissem Rand, der grün gefleckt ist. Ein Sport von Revolution, sozusagen eine umgekehrte Revolution.

Hosta Allegan Fog, mittelgroß, mittelgrün. Das weisse Zentrum ist grün gepunktet und gestreift. Sicherlich Geschmackssache. Braucht ein ruhiges Farbumfeld.

Hosta sieboldiana elegans ‘Friesland’, große Hosta, blaugrüne Blätter, später mehr dunkelgrün. Eine bekannte, weit verbreitete Hosta, allerdings gibt es verschiedene Klone im Handel. Niedrige, teilweise zwischen den Blättern stehende Blütenrispen, eng besetzt mit nahezu weissen Blüten. Das Aussehen der Blütensrispen ist sehr charakteristisch. Diese Hosta steht schon sehr lange bei mir, und sie behauptet sich sehr sehr gut in meinem Sandboden.

Die ersten Hostas, die bei mir im Frühjahr austreiben, sind Geisha, Stiletto, Frühlingsgold und Chiquita. Sie sind schon vollständig entwickelt während man schon sorgenvoll mit den Fingern nach den Triebknospen anderer Hostas in der Erde tastet.

Geisha, kleine Hosta, deren im Austrieb goldene Mitte später blaßgrün wird.

Chiquita zeigt einen spektakulär gelben Austrieb und ist nach ungefähr einem Monat völlig unscheinbar grün. Der frühe Austrieb fällt in die Zeit der Frühjahrsblüher, so daß sich tolle Farbeffekte mit blauer Begleitung schaffen lassen. Hier mit Muscari latifolium.

Frühlingsgold zeigt sich ebenfalls besonders golden beim Austrieb. Sie vergrünt etwas, aber zeigt trotzdem während der gesamten Vegetationsperiode ein interessantes Blatt.

Sum and Substance ist eine beeindruckende Hosta. Die Blätter sind chartreuse bis mittelgold. Sie sollte etwas Sonne bekommen, dann haben die Blätter einen wunderschönen Farbton. In meiner Topfhaltung erreicht sie natürlich nicht ihre volle Größe, ist aber so schon ausserordentlich groß.

Pizzazz, mittelgroß, dunkelgrüne Blätter mit zunächst gelbem, später cremeweissem Rand. Nahezu runde Blattform, manchmal leicht hochgeschlagen.

Emerald Tiara, dünne Blattsubstanz. Auffällig frisch lindgrüne Blattfarbe nach dem Austrieb.

Dieses Beet wird durch einen Kugelahorn dominiert. Als ich es vor etlichen Jahren anlegte, war es vollsonnig, so daß ich Taglilien dazu unterpflanzt habe. Inzwischen ist das Beet für Hostas besser geeignet. Gegen den Wurzeldruck des Baumes haben sie jedoch kaum Chancen, einzuwachsen. Aus diesem Grund habe ich sie überwiegend in Töpfen eingesetzt um sie kontrollierter Giessen zu können

oberes Bild: Mikawa-No-Yuki beeindruckt durch ihre ungewöhnlich schöne, grau bereifte Blattunterseite. Links daneben Fire Island, halbrechts darunter Emerald Tiara

Fire Island treibt besonders farbenfroh aus. Zu dem gelben Blatt bieten die roten Blattstiele einen tollen Farbkontrast.

June – eine Hosta, die an jedem Standort ein prächtiger Anblick ist. Ohne Sonne ist das Blatt bläulich bereift. Je mehr Sonne sie bekommt, desto gelb-goldener kann das Blatt leuchten. Ausserdem noch beste Blattsubstanz und nicht attraktiv für Schnecken. Zunächst zögernd, aber dann wüchsig.

Auf die Farbe Oliv bei Hostas bin ich im letzten Jahr ganz unverhofft gestossen. Beides sind Fotos meiner 2007 neu gekauften Pflanzen.

BuiltWithNOF

L’il Abner, eine mittelgroße Hosta

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Olive Branch, kleine Hosta

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